Mittwoch, 10. April 2013

Kritische Darstellung der Theorie von Hobbes


Der folgende Text stellt die Staatsphilosophie von Thomas Hobbes kritisch dar. Hobbes Theorie beschreibt eine Staatsform, bei der eine Person, der Leviathan die Staatsgewalt ausüben kann.
Der erste Schritt von Hobbes ist den Naturzustand des Menschen zu beschreiben. Dieser lässt sich so beschreiben, dass die Menschen ohne eine Staatsform in einem Kriegszustand „alle gegen alle“ leben würden. Nach Hobbes jedoch braucht der Mensch folglich einen Staat der ihn in seinen Möglichkeiten und Freiheiten einschränkt um den Frieden zu gewährleisten. In dieser Staatsform gibt es nun einen „Leviathan“, also einen Herrscher welcher die Macht hat den Staat alleine zu Regieren. Dieser Herrscher ist folglich ein Monarch, welcher die Menschen zu ihrem eigenen Schutz einschränkt.
Meiner Meinung nach ist direkt im ersten Schritt von Hobbes, also der Bestimmung des Naturzustands ein falscher Denkansatz vorhanden. Der Gedanke von Hobbes ist, dass der Mensch ohne einen Staat in dem beschriebenen Zustand „alle gegen alle“ leben würde. Dieser Gedanke ist meiner Meinung nach nicht komplett richtig, da es die Natur des Menschen ist sich mit anderen Menschen zusammen zu tun. Familien zum Beispiel leben zusammen in einer Gemeinschaft, egal ob in einer Staatsform oder nicht. Auch denke ich, dass die Staatsform welche Hobbes beschreibt nicht gut funktionieren kann. Der Grundgedanke, dass zum Beispiel die Freiheit bei der Meinungsäußerung des Menschen so weit eingeschränkt werden kann und sogar muss wie es der Monarch will spricht gegen die Rechte welche meiner Meinung nach jeder Mensch haben sollte. Jeder Mensch sollte zum Beispiel seine kritische Meinung über ein Regime frei kundgeben können, was sich in der Pressefreiheit wiederspiegelt, welche in Hobbes Staatsform nicht wirklich möglich ist, da der Monarch diese sofort einschränken wird. Ohne diese Freiheiten hinterfragt der Bürger die Handlungen des Staates nicht, oder tut dies zumindest nicht öffentlich, da er Angst um seine Sicherheit haben muss. Die Menschen werden also folglich von der Regierung nicht mehr als solche geachtet, da diese nur den Staat selbst und sein überleben achtet. Diese Denkweise hat sich bereits in der Geschichte immer wieder als negativ gezeigt. Die kommunistischen Regierungen, wie zum Beispiel früher in Russland, hatten und haben immer das Leiden des Volkes zur Folge. Weitere Beispiele sind China und ganz besonders in Nordkorea. In Nordkorea herrscht eine sehr große Armut und das Volk hungert. Das Volk ist immer dem Willen des Regimes komplett unterworfen und wenn seine Ideen negative Auswirkungen auf das Volk haben, so dürfen die Personen keine Kritik ausüben, da sie dann vom Staat verfolgt werden. Auch müssen gewisse Regeln für den Staat vorhanden sein, damit der Herrscher in seinen Handlungen eingeschränkt ist. Dies ist sehr wichtig um zum Beispiel die Zerstörung der Umwelt kontrollieren und verringern zu können und auch um Kriege zu verhindern, da diese durch eine Einschränkung des Staates nicht ohne Weiteres entstehen.

1 Kommentar:

  1. Also jetzt mal im Ernst, so berechtigt deine Kritik ist, so falsch ist deine Kategorisierung von Hobbes' Ansatz als kommunistisch. Was du aufzählst, sind diktatorische Regime, das passt dann schon eher. Des Weiteren ist die Einschränkung der Menschenrechte sicher nicht per se falsch - auch deine Rechte weren eingeschränkt, wenn es um andere geht.

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