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Mittwoch, 19. Dezember 2012

Bezüge zwischen neuerer Hirnforschung und Utilitarismus zu tun?

Die Erkenntnisse über das limbische System scheinen Benthams Annahme zu bestätigen, das menschliche Handeln sei so ausgelegt, dass Menschen danach streben, Freude zu vermehren und Leid zu vermindern. Das limbische System arbeitet unbewusst auf unmittelbare Bedürfnisbefriedigung (Freude) hin und funktioniert dabei ähnlich einem Taschenrechner. Um eine Handlung zu entscheiden, betrachtet es die Folgen anhand von Kriterien der Erfahrung (von Freude/Leid) und angeborener Präferenzen. Dabei fließen auch die logischen und rationalen Erkentnisse der Großhirnrinde ein. Allerdings entscheidet am Ende immer noch das limbische System (das Unterbewusstsein) und auch die Gewichtung der Kriterien wird unbewusst festgelegt.
Da das limbische System im Endeffekt egoistisch und kurzsichtig entscheidet, entspricht die Entscheidung nicht zwangsläufig dem Prinzip der Nützlichkeit.
Entscheidet man sich bewusst dafür, das utilitaristische Prinzip zu verwenden, so ist dies ein rationaler Akt der Großhirnrinde, der jedoch schlussendlich nicht bestimmt, ob man tatsächlich so handelt.

Dienstag, 20. November 2012

21.11. bentham:mill

Jeremy Bentham - Prinzip der Nützlichkeit

Jeremy Bentham zufolge sind alle Handlungen eines Menschen natürlicherweise von Freude und Leid abhängig, von ihnen hängt es letztlich auch ab, ob eine solche gut oder schlecht ist.

Um nach sagen zu können, ob eine Handlung gut oder schlecht ist, bezieht sich Jeremy Bentham auf das Prinzip der Nützlichkeit: Dabei werden die Freude und das Leid mithilfe von  verschiedenen  Aspekten betrachtet. Die Handlung ist gut, wenn sie mehr Freude auslöst und schlecht, wenn sie mehr Leid auslöst. Hierbei müssen alle betroffenen Personen in Betracht gezogen werden.

Man betrachtet, welche Tendenz eine Handlung hat und weiß damit, was man tun soll.

Die entscheidenden Kriterien der Freude bzw. des Leids lauten:
a) Intensität
b) Dauer
c) Gewissheit
d) Nähe
e) Folgenträchtigkeit (Wie sicher ist es, dass die Freude auch andere Freuden auslöst)
f) Reinheit (Wie sicher ist es, dass die Freude in Leid oder das Leid in Freude umschlägt)

Dienstag, 13. November 2012

Utilitarismus 14.11.




Dropbox-Link mit Materialien: https://www.dropbox.com/sh/37ilwnpwozmk2jj/siF8v5oe6q

Mittwoch, 7. November 2012

Wulffs Anruf bei der Bild

Zunächst nach Kant: Wenn man den kategorischen Imperativ anwendet, stößt man auf einen logischen Selbstwiderspruch in der Maxime "Alle einflussreichen Politiker, insbesondere Bundespräsidenten, müssen im Sinne einer Verhinderung einer wahren, aber ihnen selbst, sowohl persönlich als auch beruflich schädigenden, negativen Berichterstattung über eine Handlung und Fehltritte, den Medien drohen."

Der Selbstwiderspruch besteht dann in Folgendem:

Amt des Bundespräsidenten                               < -- >              Manipulation der Medien
(vertrauenswürdig, vermittelt Sicherheit,..)                                  (Drohung, Anti-Vorbild)

=> Der kategorische Imperativ zeigt, dass die Handlung moralisch nicht vertretbar ist.


Das gesamte Kalkül nach Bentham:

Legende:

C.W.: Christian Wulff
B.:      BILD-Zeitung
V.:      Volk
P.:       Politiker











von Helena und Mara

Moralphilosophie - Eine Übersicht


Montag, 5. November 2012

Wulffs Falschaussage vor dem Landtag - mit Bentham













Hier gibt es eine Beschreibung des Falles.


Zunächst für Christian Wulff selbst:

a) Intensität der Freude dürfte nicht so groß gewesen sein.
b) Dauer der Freude war mit ein paar Jahren schon recht lang, aber nicht lang genug.
c) Gewissheit der Freude war groß, da er nur auf die Frage antworten musste, die ihm gestellt worden war.
d) Nähe war ebenfalls groß, da er unmittelbar betroffen war.
e) Folgenträchtigkeit scheint kritischer Punkt, denn dass aus der Lüge noch mehr Freuden erwachsen, scheint unmöglich (Wulff ist erpressbar, er kann keine Kredite mehr in Anspruch nehmen, usw".
f) Reinheit fehlt völlig, da es jederzeit sein kann, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Die Bilanz ist für ihn selbst also höchstens ausgeglichen.


Wichtig ist aber auch, dies für alle anderen Beteiligten zu "rechnen" - dabei ergibt sich für die Familie, die niedersächsische und die bundesdeutsche Bevölkerung jeweils mehr Leid als Freude, weswegen die Handlung insgesamt zu unterlassen wäre.